Mit der letzten Missa brevis, der Kleinen Orgelsolomesse, hat Joseph Haydn (1732–1809) ein Meisterwerk geschaffen, das bereits zu seinen Lebzeiten zu den beliebtesten dieser Gattung zählte. Trotz der Textschichtungen im Gloria und Credo wird der Text bei der ungewöhnlichen Kürze des Gloria (31 Takte) differenziert gestaltet. Eine grosse Stärke der Komposition liegt in ihrem magisch fesselnden Ausdruck, der die Zuhörer in besonderer Weise berührt.
Die Kantate Ich bin vergnügt mit meinem Glücke (BWV 84) ist eine Solokantate von Johann Sebastian Bach (1685–1750) für Sopran, die er in Leipzig komponierte. Der Text, der vermutlich auf Picander zurückgeht oder von Bach selbst zusammengestellt wurde, thematisiert die Genügsamkeit und die Zufriedenheit mit dem Schicksal, das Gott einem zugedacht hat.
Die Deutsche Messe von Franz Schubert (1797–1849) ist eines seiner populärsten geistlichen Werke. Sie wurde 1827 komponiert und weicht von der klassischen lateinischen Liturgie ab, da sie auf deutschen Texten von Johann Philipp Neumann basiert. Sie besteht aus acht Sätzen, darunter bekannte Stücke wie „Wohin soll ich mich wenden“ und das „Heilig, heilig, heilig“.