Gott wir danken deiner Güte

Der Rats­wech­sel in Leip­zig war ein fei­er­li­cher jähr­li­cher Anlass, bei dem der neu gewähl­te Stadt­rat ver­ei­digt wur­de, meist  am Mon­tag nach dem Namens­tag des Hei­li­gen Bar­tho­lo­mä­us (24. August). Die­ser Tag wur­de von Johann Sebas­ti­an Bach mit spe­zi­el­len Kan­ta­ten musi­ka­lisch gestal­tet. Die Kan­ta­te Ihr Tore zu Zion, BWV 193 wur­de zum ers­ten Mal beim Rats­wech­sel 1727 auf­ge­führt.

Im Schaf­fen Felix Men­dels­sohn nimmt die geist­li­che Chor­mu­sik einen gros­sen Stel­len­wert ein – das Werk­ver­zeich­nis führt 67 Wer­ke auf.

1840 kom­po­nier­te er die Drei geist­li­chen Lie­der über eine eng­li­sche Para­phra­se des 13. Psalms für Solo­alt, Chor und Orgel. Der Text stamm­te vom Auf­trag­ge­ber des Werks, dem eng­li­schen Rechts­ge­lehr­ten und Musik­lieb­ha­ber Charles B. Broad­ley. Die Drei Lie­der erschie­nen bald dar­auf in Eng­land und Deutsch­land (auch mit deut­schem Text) im Druck. 1842/43 schuf Men­dels­sohn für den Auf­trag­ge­ber noch eine Orches­ter­be­ar­bei­tung.

Psalm­tex­te inspi­rier­ten Men­dels­sohn wäh­rend sei­nes gan­zen Schaf­fens. Die bekann­tes­te und bedeu­tends­te  Psalm­kan­ta­te ist der 42. Psalm Wie der Hirsch schreit nach fri­schem Was­ser. Selbst ihm schien sein Werk aus­ser­ge­wöhn­lich gelun­gen – anstel­le der Zwei­fel, die sonst oft die Kom­po­si­ti­on beglei­ten, ste­hen Aus­sa­gen über «mein bes­tes geist­li­ches Stück», «das bes­te was ich in die­ser Art kom­po­niert habe».

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